Hegemonie und Widerstand im Alltag

Workshop mit Friederike Habermann

Inhalt

Folienpräsentation folgt!

Macht und Gesellschaftsverständnis

  • Traditioneler Marxismus
  • Kapitalist_innen = Die Herrschenden
  • Arbeiter_innen = die Beherrschten

Machtverhältnisse sind Komplexer

Hegemonietheorie von Antonio Gramsci

Jede Gesellschaft bildet einen Historischen Block
→ Führende (nicht ablsolute Macht)
muss im Einklang mit Alltagsverstand sein
Die menschen müssen einsehen das dies die beste Gesellschaft ist. >wenn nicht = gepanzert mit Zwang
Hegemonie = Konsens + Zwang

Zugeständnisse: Materiell +

  • Gewerkschaften (Klassenkompromiss: Ford selber Auto leisten)
  • Sexismuss (Frauen profitieren von zugeständissen)
  • Kirche, NGO (materialisierte Herrschaftsverhältnisse)
  • Post kolonial, Subalterne (halb draußen)

Gramsci: Alle Hegemonie geht von der Fabrik aus

Post marxismuss – Subjektfundierte Hegemonietheorie

Poststrukturalismus Judith Butler
Gedankenexperiment “ Ich im 19. Jahrhundert… “
Uns gibt es immer nur in einer Bestimmten konstellation von Zeit + Ort
Ich = Zeit + Ort + das Reale (ich werde sterben, aber nicht vergleichbar)
Hund mischung aus Natur und 1000 Jahre Gesellschaftlicher/Kulturell Formung

Hartnäckige Verhaftsein in Verkörperlichte Subjektivierung

Postfeminismus
/Dekonstruktivismus
/Queertheorie

Die Genetik ist so, das Bestimmt wie man ist.
Die Gehirne bestimmen auch wie wir sind.
Neu: Die Gene entwicklen sich je nach der Umgebung: aktiviert durch die Umwelt.
Stimulierung durch die Gesellschaft

Postfeminismus
→ poststrukturalismus
Bsp: Orientalismus

Subjekt: Gesellschaftlicher Kontext

Derrida Theorie

Hungernde über lange Zeit gibt es erst seit Liberalismuss (Reiche kaufen konstand das Essen den Hungernden ab)

Verwoben sein mit Herrschaftsverhältnissen

Die Öknomie bestimmt den überbau der Gesellschaft = Strukturalismus
Bsp: Schachfiguren. Formation bestimmt funktion nicht der Stein.

Derridas: Strukturen reproduzieren sich nie identisch: Strukturalismuss weiter gedacht

Stuart Hall:
Bricht es auf Alltägliches Handeln runter
nicht weil öknomie sich ändert, ändert sich alles alltägliches Handeln.
Aber alles ist in bewegung und veränderung.

Bsp: Haus – Waschbecken – Zahnbürste
fließender Übergang vom Kleinen zum Großen

Wenn umsturz, bleibt aber strukturen im alltag bestehen.
Wichtig: im alltäglichen anfangen zu verändern
Wiederstand heißt auch:

Verwoben sein in Herrschaftsverhältnisse
→ wo als subjekt

Historische konstruktion von Identitäten

Great Chain of Being – Bis zur Aufklärung
Nicht-Europäer als die unvollkommene Version des Europäer

Buch: making Sex

Ein-Geschlecht-Modell – Bis zur Aufklärung
Frauen als die unvollkommene Version des Mannes

Rassismus + Nationalstaates

Hexenverbrennung > entstehung der neuzeit
Auflkärung nach Amerikanisch und Französischen Revolution
weder Frauen noch nicht -Weiße haben einen Körper der dazu befähigt gleiche Staatsbürger zu sein. → Hegemonialer Alltagsverstand

Revolution: Die Sekundären würden die Primäre

18 Jahrundert Schwarz/Weiß + Mann/Frau
19 Jahrundert

Der Homo oeconomicus: (entscheidet sich immer zwischen Kosten und Nutzen)
Korrelat einer Gouvernementalität: Jeremy Bentham

Utilitarismus und Panoptikum als Grundlagen der Bürgerlichen Gesellschaft

Individualisierung + Selbstmanagement (Foucoult)
Disziplinen – Gefahren (Seuchen, Terror…) – Mehr Freiheit durch mehr innere Kontrolle

Von der Norm zur Normalität
Survival of the fittest
Vertiefte Unterwerfung
Demokratisierter Panoptismus (Group Pressure)
Humankapital wird zunehmend eine Frage der Investition

Wir passen so in die Gesellschaft weil wir so konsturiert wurden (Schraube + Schraubenzieher)

Ableismuss: sind nicht fähig dazu

Class, Sex, race in der Globalisierung

gebrochener alltagsverstand – zwiespältigkeit
Karriere für Frauen aber “Frauen sind anders”

Erfindung der Kindheit – Buch

Verschiebung von Gender to Race

Der homo oeconomicus ist zum hegemonialen Leitbild für alle geworden.

WAS TUN?

  • Zwänge, die gesellschaftlich auf die Individuen wirken:
    arbeiten, aktiv sein, in der Gesellschaft was werden
  • Reproduktionszwang → ist es ein Zwang, wenn mensch es gerne macht? → Konsens, Dinge nicht in Frage zu stellen und Wohlbefinden daraus erst resultiert!? → viel Arbeit mit sich selbst (kritische Reflexion) → gemeinsame politische Aktion, um Horizonte zu erweitern → solidarische Strukturen, in denen auf das “schwächste Glied der Kette” geachtet wird
  • Leistungen bringen müssen, um das System aufrecht zu erhalten (Leistungsverweigerung (des gewünscht/Geforderten) als subversiver Akt der Rebellion (→ Aufhören zu funktionieren, Ansprüchen nicht gerecht werden und sich dafür nicht schlecht zu fühlen)
  • Bedürfnisse (Konsum) in Frage stellen → muss dann ALLES in Frage gestellt werden?
    FUNKTIONIERT das AUSSTEIGEN überhaupt? Ist das eine ILLUSION? Seifenblase?
  • Gesellschaftliche Normen hinterfragen, die vor allem bewirken, etwas als “natürlich” zu betrachten → was bereitet mir dennoch Probleme, wo tun mir gesellschaftliche Normen Gewalt an?
  • Etwas kann mir auch schaden, wenn es sich gerade gut anfühlt (kann auch anderen schaden) → eigene Ansprüche kultivieren!

QUEEREMOS!

  • Desidentifizierung mit meiner Rolle im Kapitalismus (Butler: … mit meinem Geschlecht) → sollte wegen gesellschaftlicher Verwobenheit gemeinsam geschehen
  • Räume schaffen (Halbinseln) in denen ein anderer Umgang ermöglicht wird (Handlungsspielräume eröffnen), der dann wieder auf den “Mainstream” auswirkt (funktioniert beispielsweise in/durch Bezugsgruppen) → Bezugsgruppen aber nicht nur dafür nutzen, sich selbst zu reparieren (Schaden, den mensch dauernd in der Gesellschaft nimmt) → tragen auch dazu bei, mit gestärktem Rücken den Herrschaftsverhältnissen entgegenzutreten → dennoch fraglich, ob dadurch etwas verändert wird?!
  • Beispiel Schenkladen: entscheidend ist, wer was nutzt und gebraucht → kein abstraktes Eigentum mehr → konkrete Praxis wird entwickelt und gelebt → Veränderungen werden angestoßen
  • nicht aufhören, nachzudenken (sich selbst ernsthaft hinterfragen → dazu werden Alternativen gebraucht, die ich kennenlernen kann) → sich nicht in Unterstgützer_innen-Gruppen ausruhen, sich durch positive Praxis mehr trauen, sich als handlungsfähig erleben
  • Emanzipation ist immer die Emanzipation der Anderen: leide ich gerade nicht, leidet dennoch wer anders? → Umgang mit Leid als Direktive